Michael Krzyzanski

IT und andere Skurrilitäten

Abstinenz

Nach längerer Zeit endlich mal ein neuer Eintrag. Ich könnte über viele Dinge schreibe, die in den letzten Monaten vorgefallen sind.
So, war ich bei meinem letzten Eintrag gerade mal aus meinem Urlaub in der Toscana zurückgekehrt. Mittlerweile standen jede Menge Projekte an und zum anderen mussten viele andere Sachen zurück stehen. Mittlerweile war ich mit Henry bei einem Projekt in Polen und nun stehen noch ein paar abschließende Arbeiten an. Ein paar deswegen, weil die größte Neuerung in den letzten Monaten wohl meine Kündigung bei meinem derzeitigen Arbeitgeber ist.

Die letzten Wochen habe ich damit verbracht meine freie Zeit, so fern sie denn vorhanden war, nach Möglichkeit mit ein paar ausstehenden Arbeiten im privatem Umfeld zu füllen. Doch davon in den nächsten Posts mehr.
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Zielona Góra

Das letzte Wochenende habe ich auf einem Weinfest in Polen verbracht. Der Ort heißt Zielona Góra und ist von wunderbaren Wäldern umgeben. Bisher war es das erste mal, dass ich dort war, doch ich kann nachvollziehen, warum das Fest so beliebt ist und warum meine Freunde und Kollegen mich immer wieder seit Jahren bedrängt haben unbedingt zu Besuch zu kommen. Neben dem Wein an sich, gibt es viel gutes Essen, Trödelmärkte, Konzerte und eine ganz wunderbare Stimmung. Read More...
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Ich vs Reinigunsteam

Seit einer Woche bin ich nun in Brasilien. Das Hotel in dem ich bin ist sehr gepflegt und ich freue mich jedes mal wenn ich hier untergebracht bin. Die Leute sind freundlich und zuvorkommend und das Essen ist toll. Besonders wird hier ein Augenmerk auf die Reinigung der Zimmer gelegt, was natürlich toll ist. Auf der anderen Seite habe ich anscheinend ohne es zu wollen das Reinigungsteam dazu gebracht Modifikationen in ihrem Plan vorzunehmen.



Das hier ist das sehr bequeme und geräumige Bett, welches mir hier zur Verfügung steht. Normalerweise wird auf dieses Bett noch eine Tagesdecke gelegt, welche das ganze recht schön abdeckt. Nun, jeden Abend habe ich diese dann abgenommen und morgens aus dem Unterbewussten habe ich dann das Bett gemacht und es anschließend wieder mit der Tagesdecke versehen. Wahrscheinlich sehr zum Leidwesen des Reinigungspersonals, welches anschließend die ganze Arbeit nochmals gemacht hatte. Nach dem dritten Tag habe sie mir einfach die Tagesdecke weggenommen. Sie fristet jetzt ihr Dasein in einem der Schränke und ich wage es gar nicht in ihre Nähe zu kommen, um nicht vielleicht dem Wunsch zu erliegen sie morgen wieder nach dem ordnen des Bettes wieder darauf auszubreiten.

Doch das ist natürlich noch nicht alles. Auch wenn ich in einem Hotel bin, so bin ich es gewohnt, dass man Handtücher mehrfach nutzt. Das macht man ja Zuhause schließlich auch. Mittlerweile haben das auch viele Hotels ja weltweit erkannt, deshalb gilt ja dort, das Kredo, dass man nur dann die Handtücher auf den Boden wirft wenn sie den Ausgetauscht werden sollen. Auch hier hängt so ein lustiges Schild im Bad, welches ich sehr schnell entdeckte.



Wunderbare Idee, möge man jetzt denken. Ich komme ganz prima genau mit einem der fünf mir zur Verfügung stehenden Handtüchern bestens aus. Nun, scheint aber das ausharren auf einem Handtuch hier entweder für das Reinigungspersonal sehr verwirrend zu sein oder sie werden nach den Kubikmetern an Stoff die sie waschen müssen entlohnt, anders kann ich es mir nicht denken, dass nach nur vier Tagen alle Handtücher getauscht wurden. Also auch die, welche ich kein einziges mal benutzt habe. Vielleicht aber verstehe ich das Prinzip einfach nicht. Ich will noch ein paar Bäume pflanzen während ich hier bin, also werde ich wohl anfangen müssen die Handtücher vor dem Reinigungspersonal zu verstecken. Mal sehen.

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Die DMZ des Grauens

Wer es vielleicht mitgelesen hat, der weiß, Internet war die letzten Tage für mich eher spärlich gesät. Den in dem Hotel welches ich derzeitig bewohne gibt es zwar WLAN Punkte bis zum Einwinken und in jedem Zimmer einen Anschluss für das Netzwerkkabel, nur eines gibt es nicht. Den Zugriff auf das Internet. Stattdessen landet man in einem ominösen Zwischennetz und ahnt bereits nach wenigen Minuten schlimmes. Verwirrender ist dann nur noch wenn man eine VM auf seiner Kiste startet um dann entsetz festzustellen, wie das Gastsystem einfach so bis zum Anmeldeportal des Hotels spaziert. Da denkt man zuerst an wilde DLLs und .NET Integrationen für das Anmeldeportal und kann nicht begreifen, wenn Kollegen erzählen, dass sie einfach nur ihren Webbrowser angeschoben haben und alles problemlos lief. Das treibt mir dann schon ein wenig die Sorgenfalten ins Gesicht, da ich nicht weiß ob ich einfach nur beim testen an meiner Kiste etwas so verspielt habe, dass es nicht mehr läuft.

Heute nach vier Tagen bin ich also mit meinem Notebook in die Lobby gestiefelt um zu überprüfen, ob es vielleicht einfach nur an dem Zugang in meiner Etage liegt. Den am Ende zeigte sich das Phänomen bereits so schräg, dass der WLAN Router mir IP Adressen zuwies und diese bei Nichtgefallen einige Sekunden sofort auch wieder entfernte. In der Lobby das Notebook aufgeklappt mit dem Accesspoint in der Lobby verbunden und zum sofort erscheint das Portal. Also wieder ins Zimmer hoch und dort angemeldet. Das gleiche Spiel, kein Portal. Übrigens über das Netzwerkkabel das gleiche Spiel.

Dort mal in das Netzwerk geblickt und das schiere Grauen entdeckt. Eigentlich ein B Netz in dem mir dann nicht nur die Maschinen der Hotelmitarbeiter mit Freigaben entgegenschlagen, sondern auch Faxgeräte, Drucker, Webserver, Router jeglicher Art und das aller beste das PLM System steht mir mit seinen Protokolldateien völlig offen. Ich sehe wann Mitarbeiter kommen und gehen und so weiter. Was für jeden Netzwerkadministrator wahrscheinlich ein Grund für einen ausgedehnten Herzinfarkt wäre ist hier aber nur die Spitze des Eisbergs, wenn man dann plötzlich auch noch Systeme sieht, die mal gar nichts mit dem Hotel zu tun haben, sondern wo es sich um Server einer anderen Firma handelt. Scheinbar Server, die normalerweise in einer DMZ stehen sollten oder stehen, das kann man ja nicht genau ersehen. Die Details, was einem da noch so entgegen kommt spare ich mir hier einmal.

Wieder in der Lobby an der Rezeption versuche ich den Missstand zu klären. Man versichert mir, dass man gleich den HelpDesk kontaktieren wird und dieser sich dann bei mir telefonisch meldet. Im Zimmer angekommen, schmeiße ich mich wieder ans LAN und traue meinen Augen nicht. Plötzlich hat sich der IP Bereich von 172.127.0.0 auf 153.135.2.0 geändert. Staunen auf meiner Seite als mir zudem der Browser erklärt, dass er das Portal öffnen kann. Ich versuche also mein Glück am WLAN, dort aber das gleiche Schauspiel wie zuvor. Es klingelt jedoch das Telefon und ein brasilianischer Kollege, mit einem leicht säuerlichen Unterton, erklärt mir, dass ich mir eine manuelle Adresse vergeben muss und zwar im 153.135.2.0 Bereich. Wie darauf aber ein Gast von selbst kommen soll, wage ich nicht zu fragen. Bin ich doch froh, dass es jetzt irgendwie geht.

Ich mache ihn auf die Sicherheitslecks aufmerksam und er winkt scheinbar mental ab und das Gespräch ist damit erledigt. Endlich am Portal wähle ich aus den vorhandenen Optionen. Scheinbar hat sich auch hier herumgesprochen, das Besucher aus dem Ausland Internet brauchen, die Preise würden eine Telekom schon mal beeindruckt gucken lassen. Ich habe mich für 24 Stunden entschieden, für schlappe 8 Euro. 7 Tage sind schon für die kleine Summe von 28 Euro drin und die nächste Option von 30 Tagen schlägt mit 40 Euro zu buche.

Ich wage gar nicht in dieses neue Zwischenetz zu blicken. Vor allem weil mir so langsam klar wird, dass man wahrscheinlich alle möglichen Netze über den hier vorhandenen Router erreicht. Warum scheinbar der Zugriff auf Mama Google in 40 Fällen 1 mal funktioniert habe ich auch nicht mehr zu fragen gewagt. Sicherheitshalber habe ich die Firewall mal etwas enger gezogen und den Hauptverkehr schleuse ich lieber mal durch TOR, nur um auf Nummer sicher zu gehen.
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Henry fliegt nicht

Heute Abend fliege ich von Frankfurt aus nach Sao Paulõ in Brasilien und Henry, ich nenne ihn jetzt mal so, darf nicht mitfliegen. Es liegt nicht daran, dass er keine große Hilfe wäre, das nicht aber er ist doch schon in die Jahre gekommen. Read More...
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